Der Ivannarbote vom 03. Degur 280


Clanwache


Was als harmlose Versorgungsaktion für den Außenposten der Bastion gedacht war, offenbarte sich als ausgewachsener Angriff auf selbigen, der ihn fast dem Erdboden gleich machte.

Ja, liebe Leser, man kann es glauben oder nicht, aber wieder sind die Menschen für eine schändliche Aktion verantwortlich, die das Leben der Bürger in bzw. um die Bastion bedroht hat. Unser Außenposten wurde von untoten Kräften eines, wie sich im nachhinein herausstellte, einigen Bürgern bekannten Nekromanten angegriffen. Wir alle wissen ja, dass man diesem Magiezweig nicht wirklich über den Weg trauen kann.

Die Bürger Kim, Ijen Faraythron, Raiden, Karya, Yuudai, Krylian, sowie die Priesterakoluthen Gabrielle und Cuervo machten sich vor kurzem auf, dringend benötigte Lebensmittel und Versorgungsgüter zum Außenposten zu schaffen. Als sie dort ankamen, bot sich ein Bild des Grauens. Der Außenposten wurde offensichtlich von einigen schweren Angriffen heimgesucht und die Zahl der Verteidiger war dadurch auf ein bedrohliches Maß gesunken. Rasch machten sich die oben genannten Bürger daran, Hilfe zu leisten, wo es ging. Die beiden Priester und die Mitglieder der Clanwache wurden schnellstmöglich zum Kommandanten gerufen, der ihnen den Ernst der Lage erklärte.
Nach kurzer Konferenz wurde klar, es wird ein weiterer Angriff erwartet, der ohne die Hilfe der Neuankömmlinge nicht abgewehrt werden könne. Folglich wurden Pläne zur Verteidigung gemacht. Gleichzeitig wurde ein Ritual vorbereitet, welches den magischen Schutz des Außenpostens wiederherstellen sollte. Zwei Gruppen wurden gebildet. Kim, der Schneider wurde mit dem Auftrag betraut, die Priester und eine kleine Gruppe zu dem Stein zu führen, der für das Ritual wichtig war.

Währenddessen blieb der Rest auf den Mauern und machte sich kampfbereit.

Mitten in der Nacht kamen SIE dann. Heerscharen von Untoten aller Art, angeführt von einem schrecklichen Monster, dass Raiden als Litokaurus erkannte. Furcht und Entsetzen machte sich unter den Verteidigern bereit. Nur der Kommandant mit seiner Erfahrung sorgte für Ruhe und Ordnung. Die war auch bitter nötig, denn Welle um Welle brandete gegen die Mauern und konnte nur mühsam zurückgeschlagen werden.

Derweil machten sich die anderen um die kleine Priestergruppe auf, das Ritual durchzuführen. Die Untoten bemerkten sie jedoch auch recht bald und so mussten sich Kim und die anderen der Gefahr erwehren, während Gabrielle und ihr Kollege das Ritual durchführten.

Der Außenposten wurde derweil überrannt, die wenigen Verteidiger konnten die Mauern nicht mehr halten, trotz größter Anstrengungen. Sie mussten sich sogar zurückziehen und Ijen rief schließlich zum Rückzug, da der Kommandant schon unter den schwer Verwundeten im Lazarett lag. Dieser erfolgte in die beiden größten Gebäude, die Unterkunfts- und Heilerhäuser.

Doch selbst da brach die Verteidigung zunehmend zusammen, immer mehr Verluste waren zu beklagen. Selbst die „frischen“ Kräfte wurden bald aufgerieben und nur noch ein Wunder konnte jetzt noch helfen.

Just in diesem Moment gelang es denn den beiden Priesteranwärtern am Stein einige Hundert Meter entfernt, das Ritual endlich zu vollenden. In einer gewaltigen Energiewelle wurden die Angreifer dahingefegt und der Kampf war vorüber.



Am nächsten Morgen, nachdem die ersten Schäden besichtigt und die schlimmsten Wunden versorgt wurden, rief der Kommandant, der wieder bei Bewusstsein war, die Streiter zu sich. „Ein Suchtrupp muss gebildet werden, um das Übel, dass uns plagt, endgültig zu vernichten.“, sprach er und so machte sich eine kleine Gruppe auf, um eben dies zu tun. Gabrielle, Kim, Raiden, Karya und Ijen ergründeten in der Bibliothek, wo man mit der Suche beginnen könnte oder trafen Vorbereitungen für die Abreise. Die anderen waren entweder schon zu schwer verletzt für diesen Auftrag oder halfen beim Wiederaufbau der Verteidigungsanlagen.

Largosor, der bekannte Draugschmied, traf zwei Tage später ein, an dem Morgen, an welchem man aufbrechen wollte. Er kam mit Nachrichten aus der Bastion und fand einen fast zerstörten Außenposten vor. Sofort schloss er sich bereitwillig den anderen an, um bei der Suche zu helfen.
Der Trupp machte sich auf in Richtung Süden. Bald schon kam man an ein großes Schlachtfeld, dass viele Jahre zuvor Schauplatz einer riesigen Schlacht gewesen sein muss… und offenbar auch aktiv ist, denn man fand viele offene Gräber.

Vorsichtig und mit einigem Unbehagen lief man einen Waldpfad weiter, der zu einem Stein führte, welcher sich als Eingang in ein Höhlensystem herausstellte. Dieses führte in das unterirdische Anwesen eines ehemaligen Bastionsbewohners, wie man herausfand. Dieses war jedoch nicht so unbewohnt, wie zunächst angenommen. Bei der Durchsuchung der Räume traf man schließlich auf den bekannten Magier samt seiner untoten Horden. Diese bedrängten auch die gleich die kleine Gruppe. Durch eine kleine List blieben Ijen und Kim aber unbemerkt und konnten sich an den Angreifern vorbeischleichen, um den Ursprung des Übels direkt anzugehen. Der beiden bekannte Nekromant aus früheren Tagen setzte gerade an, weitere Untote zu beschwören, als sich die beiden auf ihn stürzen wollten. Ohne Pause veränderte er seinen Spruch und beschwor seinen Hauptmann, den riesigen Litokaurus, der sich sofort auf Kim stürzte. Oder jener auf ihn. Im Nachhinein kann man das nicht mehr genau sagen. Ein wildes Gerangel entstand, derweil Ijen mit seinem Bogen und einer Unmenge an Pfeilen den Magier in Schach und ihn davon abhielt, neue Kreaturen zu beschwören, weil er sich um die Abwehr jener Pfeile kümmern musste.

Mit Kreativität und einigem Glück gelang es den anderen, die ersten Untoten zu überwinden und zu den beiden Mitgliedern der Clanwache aufzuschließen. Kim hatte es inzwischen irgendwie geschafft, den gewaltigen Litokaurus außer Gefecht zu setzen und der Kampf Bastion gegen den Nekromanten entbrannte auf das Heftigste, so dass die Grundmauern dieses unterirdischen Anwesens erzitterten.
Nur Dank der exzellenten Zusammenarbeit ALLER Streiter gelang es schlussendlich, diesen gefährlichen Mann ein für alle Mal aus dem Weg zu räumen und unschädlich zu machen.

Als Beweis für die erfolgreiche Jagd nahm ich, Ijen, den Kopf des Litokaurus mit, der nun meine mittlerweile recht ansehnliche Sammlung in der Taverne schmücken wird.

Die Leute im Außenposten dankten uns herzlich, als wir mit diesem Beweis zurückkehrten und Erleichterung machte sich breit, endlich wieder ein Stück Frieden gefunden zu haben. Der Kommandant versprach auch, bei der Clanwache entsprechende Rückmeldung zu geben, was diesen Vorfall und unser aller Zutun dabei betrifft.



Für den Ivannarboten,

Ijen Faraythron

letzte Aktualisierung 29.08.2006 - 4042. Aufrufe